Thermisch modifiziertes Holz ist Holz, das durch ein kontrolliertes Hitzeverfahren ohne chemische Zusätze haltbar gemacht wird. Das Ergebnis ist eine stabilere, nachhaltigere Holzart mit einer warmen Farbe und einer besseren Beständigkeit gegen Feuchtigkeit und Pilze. Bei Carpentier ist dies als HOTwood bekannt.
Bei der thermischen Modifikation wird Holz hohen Temperaturen von 160 bis 230 °C ausgesetzt, in einer Umgebung mit Dampf und ohne Sauerstoff. Durch diese Hitzebehandlung verändern sich die chemischen Eigenschaften des Holzes von innen heraus.
Die Zellstruktur des Holzes wird stabiler, wodurch es weniger Feuchtigkeit aufnimmt und abweist. Das macht das Holz beständiger gegen Pilze, Holzfäule und Witterungseinflüsse. Zugleich erhält das Holz eine wärmere, tiefere Farbe, die gleichmäßig bis in den Kern durchläuft.
Wichtig: Es kommen keine Chemikalien oder Imprägniermittel zum Einsatz. Die Behandlung ist vollständig ökologisch und das Holz bleibt zu 100 % recycelbar.
HOTwood steht für Heated Outdoor Timber.
Bei Carpentier wird Esche auf mindestens 215 °C erhitzt. Diese Behandlung verleiht dem Holz eine Dauerhaftigkeit, die mit tropischem Hartholz der Dauerhaftigkeitsklasse I vergleichbar ist, ohne dass tropisches Holz zum Einsatz kommt.
Carpentier wendet die thermische Modifikation unter dem Markennamen HOTwood auf verschiedene europäische Holzarten an. Jede Holzart hat ihre eigenen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten.
Thermoesche ist die am häufigsten verwendete HOTwood-Holzart bei Carpentier. Die Holzart hat eine edle Ausstrahlung, erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse I und bietet 20 Jahre Garantie auf Terrassendielen und Fassadenverkleidungen.
HOTwood Nadelholz ist in zwei Varianten erhältlich: Kiefer (mit Ästen) und Clear Pine (astfrei). Beide haben eine warme Ausstrahlung, ein cleveres Profil mit guter Entwässerung und 15 Jahre Garantie.
HOTwood Bambus ist technisch gesehen kein Holz, sondern eine Grasart, jedoch mit außergewöhnlicher Härte und Stabilität. Dauerhaftigkeitsklasse I, FSC®-zertifiziert und 25 Jahre Garantie.
Abodo Vulcan® (Clear Pine) ist eine Radiata Pine aus Neuseeland, thermisch modifiziert mittels Vertical-Grain-Technologie. Besonders formstabil und geeignet für architektonische Fassaden.
Thermoholz ist nicht zwangsläufig stärker im Sinne von Härte, aber dauerhafter. Es ist beständiger gegen Feuchtigkeit, Pilze und Holzfäule. Die Härte kann durch die Behandlung leicht abnehmen, doch die Formstabilität und Widerstandsfähigkeit nehmen stark zu.
Weniger als unbehandeltes Holz, aber nicht ganz pflegefrei. Die Hirnkanten behandeln Sie bei der Verlegung stets mit einem Wachsöl. Eine regelmäßige Reinigung und eine eventuelle Nachbehandlung verlängern die Lebensdauer weiter.
Ja, thermisch modifiziertes Holz wurde speziell für Anwendungen im Außenbereich entwickelt. Es ist beständig gegen Regen, Sonne und Temperaturschwankungen und muss nicht zusätzlich imprägniert werden.
Ja, wie alle anderen Holzarten vergraut Thermoholz mit der Zeit durch UV-Strahlung. Diese Vergrauung verläuft bei HOTwood gleichmäßiger als bei unbehandeltem Holz, ohne Wasserflecken oder ungleichmäßige Verfärbung. Möchten Sie die Originalfarbe bewahren, behandeln Sie das Holz mit einem geeigneten Öl.
Bei imprägniertem Holz werden chemische Stoffe in das Holz gepresst, um es zu schützen. Bei thermisch modifiziertem Holz erfolgt die Haltbarmachung ausschließlich durch Hitze und Dampf, ohne Chemikalien. Thermoholz ist dadurch ökologischer und vollständig recycelbar.
Thermisch modifiziertes Holz ist teurer als unbehandeltes Holz, doch die längere Lebensdauer und die geringere Pflege machen es auf lange Sicht kosteneffizienter. Zudem vermeiden Sie die Kosten für regelmäßige Pflege oder vorzeitigen Austausch.
Sind Sie unsicher, ob thermisch modifiziertes Holz die richtige Wahl für Ihr Projekt ist? Oder möchten Sie wissen, welche HOTwood-Holzart am besten zu Ihrer Anwendung passt? Unsere Holzspezialisten denken gerne mit Ihnen mit.